Sehenswürdigkeiten in Teotihuacán
Mit dem Auto erreicht man Teotihuacán von Mexico-Stadt über
die Avenida Insurgentes Norte, die in die Schnellstrasse 85 D Richtung
Pachuca mündet. Nach etwa 25 km erreicht man die Abzweigung Teotihuacán.
Auch mit dem Bus ist Teotihuacán bequem zu erreichen. Die Busse
verkehren zwischen 7:30 und 18:00, Abfahrt ist der Bussteig 8 am Terminal
del Norte. Für die Hin- und Rüchfahrt bezahlt man 3.50 US
$, sonntags ist die Fahrt kostenlos (Stand 4/2004). Wer bei einem Händler
auf der Strasse ein "günstigeres Ticket" kauft, kommt
mit diesem zwar nicht nach Teotihuacán, kann sich jedoch damit
trösten, dass es auf der Welt weitaus schlimmere Verbrechen gibt.
Am südwestlichen Eingang der Ruinenstätte befindet sich die
Unidad Cultural (14), das Kulturzentrum, mit seinem
höchst sehenswerten Museum. Im ersten Stock befindet sich ein Restaurant,
noch empfehlenswerter jedoch ist das in der Nähe gelegene "La
Gruta", das in einer Höhle eingerichtet wurde.
Schon von weitem ist die mächtige Sonnenpyramide
(8) zu erkennen. Das monströse Bauwerk liegt an der 40 m breiten
Straße der Toten. Mit einem fast quadratischen
Grundriss von 222 X 225 m, und 63 m Höhe erinnert die Sonnenpyramide
an die ägyptische Cheops-Pyramide, ist jedoch rund 80 m niedriger
als diese. Erbaut wurde die Pyramide, auf der sich einst Tempel befanden,
aus Adobes (luftgetrocknete Lehmziegel). 1971 entdeckte man in der untersten
Schicht der Pyramide einen Tunnel, der zu einer unterirdischen Höhle
führt, über deren Bedeutung sich die Archäologen nicht
schlüssig sind.
Die Mondpyramide (5) liegt am Ende der Straße
der Toten. Von ihrer Plattform aus hat man einen wunderbaren Überblick
über das gesamte Gelände. Sie ist zwar mit 45 m Höhe
knapp 20 m niedriger als die Sonnenpyramide, wegen der Steigung des
Geländes liegen ihre Spitzen jedoch etwa auf gleicher Höhe.
Der Platz vor der Pyramide ist von zwölf kleineren, vierstufigen
Tempelplattformen umgeben, in seiner Mitte befindet sich ein Altar.
Die kunstvoll verzierten Säulen gaben sowohl dem Palacio
del Quetzalpapálotl (3), als auch dem Palast
der Jaguare (4) ihren Namen (Papálotl: Schmetterling).
Man vermutet, dass sie einst hohe Priester und Fürsten beherbergten.
Über einen unterirdischen Tunnel erreicht man den Tempel
der gefiederten Schnecken (Subestructura de los Caracoles Emplumados),
von dem aber nicht mehr viel übrig ist.
Der Tempel des Quetzalcóatl (16) beeindruckt
durch seine kunstvolle Fasade. Unter der Treppe und im Inneren des Tempels
fand man zahlreiche Opfergaben, wie Messer Keramikscheiben oder Jadefiguren,
aber auch die Reste menschlicher Knochen.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Der Tempel des Ackerbaus (2)
Der Tempel der mytologischen Tiere (1)
Der Palast von Tepantitla (7)
Die Viking-Gruppe (9)
Atetelco (13)
Zacuala (12)
Tetitla (11)
Edificios Superpuestos (10)