Das Dorf Bahla, eine der ältesten Königsstädte des Omans,
liegt etwa 180 km südlich der Hauptstadt Maskat, am Fuße
des 3100 m hohen Tafelberges Dschebel Achdar. Inmitten seiner aus Lehmziegel
errichteten Stadtmauer liegt die Festung Hisn Tamah, die seit 1987 zum
Weltkulturerbe gezählt wird. Bahla ist bekannt für seine Töpfereien,
aber auch für seine Silberschmieden.
Im bewohnbaren Teil der Festung Bahla, der größten Festung
des Omans, residiert der Gouverneur der Region (der Wali). Im Jahre
1988 wurde das Bauwerk auf die "Rote Liste" des Weltkulturerbes
eingetragen, da man durch die unfachmännischen Restaurierungsmethoden
den ursprünglichen Charakter des Bauwerkes in Gefahr sah. Erst
ein Team internationaler Spezialisten, das zugunsten traditioneller
Bautechniken auf moderne Sanierungsmethoden verzichtete, konnte die
Befürchtungen der UNESCO abwenden. Die imposante Burg mit ihren
15 Toren und 132 Wehrtürmen ist mittlerweile nahezu vollständig
renoviert.
Ebenfalls sehenswert ist der von Bahla etwa sieben km entfernte Palast
von Jabrin aus dem 17. Jahrhundert.