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Trenčín - Perle des Waagtals

Einführung und geschichtlicher Überblick
Sehenswertes in Trenčín
Essen und Trinken in Trenčín
Unterkunft in Trenčín
Fotoarchiv Trenčín
Landkarte von Trenčín

Trenčín - Einführung und geschichtlicher Überblick

Trenčín (deutsch: Trentschin) - die überaus reizvolle Stadt Trenčín liegt verkehrsgünstig etwa 42 km nördlich von Pieštany an der Autobahn D1 zwischen der Hauptstadt Bratislava und Žilina. Die Burg der malerischen Ortschaft, die sich entlang der Waag (Váh) erstreckt, ist schon von der Ferne sichtbar. Von der einzigartigen Lage an der Kreuzung vieler wichtiger Handelstraßen geradezu prädestiniert, wurden von hier aus über Jahrhunderte hinweg die Geschicke der Region gelenkt. Ab 1956 aufwendigst restauriert, entwickelt sich Trenčín heute nach und nach zu einem wichtigen touristischen Zentrum der Slowakei. Trenčín ist klein aber keinesfalls einfallslos: junge Modetalente geben der Ortschaft den Beinamen "Stadt der Mode", Eishockey- und Fußballmannschaften sind im Lande gefürchtete Gegner und das im Juli alljährlich abgehaltene Pohoda Musikfestival zieht Rock-, Folk- und Jazzmusiker aus der ganzen Welt an.

Die Ursprünge der Stadt liegen über zwei Jahrtausende zurück. Zu dieser Zeit war die Region auf Grund ihrer strategisch bedeutsamen Lage schon blutig umkämpft. Einer Inschrift aus dem Jahre 179 n. Chr. zu entnehmen, gründeten die römischen Truppen unter dem mächtigen Kaiser Marc Aurel (121 - 180 n.Chr.) hier das befestigte Lager Laugaricio als ihren nördlichsten Stützpunkt an der Grenze zu den Barbaren. In diesem Jahr hatten die Römer ihren entscheidenden Sieg über die germanischen Quaden erringen können. Heute kann man den in Stein gemeißelten Bericht vom Fenster des Hotels Tatra aus besichtigen.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Festung, die nun unter dem Namen Tritýn bekannt war, immer wieder weiter ausgebaut. Vermutlich im 5. Jh. kam ein dreifacher Befestigungswall hinzu. Nach dem Untergang des großmährischen Reiches gegen Ende des 10. Jahrhunderts stritten sich mehrere ungarische Adlige um die Region, die sie einige Male erfolgreich gegen Böhmen verteidigen konnten. Als sich zu Beginn des 14. Jahrhunderts erneut ungarische Herren um die Besitzverhältnisse uneinig waren, nutzte der berühmt-berüchtigte Martúš Čak die Gunst der Stunde und ergriff das Zepter. Durch seine gefürchtete, stramme Herrschaft, konnte er Trenčín und die Region in eine Blütezeit führen. In seiner 20-jährigen Regierungszeit, in der er sich selbst als "Herr über Waag und Tatra" ernannte, konnte er beinahe das gesamte Gebiet der heutigen Slowakei beherrschen. Über 30 Burgen nannte er sein Eigen.

Im Jahre 1412 wurde Trenčín zur königlichen Freistadt. Im 16. Jahrhundert scheiterten die Osmanen an der Burg. Der damalige Burgherr Stefan Zápol'ský konnte im Laufe der Belagerung sogar die Verlobte des Heerführers Omar als Geisel nehmen. Erzählungen nach, soll dieser sie erst freigegeben haben, nachdem die Türken einen knapp 80 m tiefen Brunnen in den Felsen der Burg gegraben hatten. Drei Jahre sollen die Morgenländer dazu gebraucht haben, bevor sie nicht sonderlich erbaut (mit der schönen "freigegrabenen" Fatima) von dannen zogen. Was Tartaren, Hussiten, Böhmen, Österreichern oder Osmanen nicht gelang, gelang schließlich im 18. Jahrhundert der Pest, gefolgt von wütenden Flammen: der damalige Burgherr Ján Illésházy gab die Festung auf und überließ sie nach dem Großbrand im Jahre 1790 ihrem Schicksal.