Sehenswürdigkeiten in Anuradhapura
Anuradhapura ist für den Besucher verkehrsgünstig
zu erreichen. Von Colombo aus erreicht man Anuradhapura auf der Strecke
nach Jaffna und Mannar. Die Tarife sind sehr günstig, und es empfielt
sich ein Ticket 1. Klasse zu lösen. Wer auf ein Abenteuer der ganz
besonderen Art aus ist, der fährt dritter Klasse, wird jedoch danach
diese Internetseite kaum seinen Freunden weiter empfehlen. Die Wagen
der 1. Klasse sind reservierungspflichtig. Auf manchen Strecken (vor
allem jedoch im Bergland) gibt es spezielle Aussichtswagen. Eine Alternative
zum Zug bieten moderne Überlandbusse, die täglich von Colombo
und Kandy aus Anuradhapura anfahren. Sehr empfehlenswert ist die Besichtigung
mit dem Fahrrad, das man vor Ort günstig mieten kann. Von einer
Besichtigung zu Fuß ist abzuraten. Die meisten Hotels in der Umgebung
bieten Führungen durch lizensierte Fremdenführer an.
Der Sri Maha Bodhi-Baum (18)
wurde auf Wunsch des indischen Kaisers Asoka von Prinzessin Sanghamitta
236 v. Chr. gepflanzt. Der behutsam gepflegte Baum stammt (sagt man)
von einem Ableger jenes Baumes, unter dem Buddha einst seine Erleuchtung
fand. Er ist Ziel zahlreicher buddhistischen Pilger.
Der Kupfer-Palast (Lohaprasada) (19) ist ein monströses
Bauwerk, den 161 v. Chr. König Dutthagamini als Dank für den
Sieg über die Tamilen errichten ließ. Die meisten der 1600
(!) Steinsäulen, die das 9stöckige Kloster tragen, sind heute
noch in einem bemerkenswert guten Zustand erhalten.
Die Ruvanveli Dagoba (17) gehört zu den ältesten
Dagobas (Dagoba: buddhistischer Tempel) Sri Lankas. Das 50 m hohe, in
der typischen Reishaufenform erbaute Monument, wurde mehrfach
bei Tamilenangriffen beschädigt und musste häufig renoviert
oder wiederaufgebaut werden. Zahlreiche Elefantenköpfe, die die
250 m umfassende Basis verzieren, scheinen das riesige Bauwerk zu tragen.
Sehenswert ist die Statue des Königs Dutugemunu, der um 140 v.
Chr. mit dem Bau begonnen hatte.
Basawak Kulam (15) ist der erste künstliche Stausee
Sri Lankas, den König Pandukabhaga schon im 4. Jahrhundert v. Chr.
erbauen ließ.
Die Jetavana Dagoba (14) ist mit 120 m das höchste
Bauwerk der Anlage, leider jedoch nicht mehr gut erhalten. König
Mahensa ließ es im 3. Jahrhundert n. Chr. für die Mahayana-Buddhisten
erbauen.
Um 150 v. Chr. ließ König Dutthagamini für seinen Feind,
den er im Kampf um Anuradhapura besiegt hatte, Elaras Grabmal
(13) erbauen.
Die Thuparama Dagoba (11) ist die älteste des
Landes. 307 v. Chr. erbaut von König Devanampiya, wird vermutet,
dass sie heilige Reliquien Buddhas beherbergte.
(12) Die Ruinen eines der ältesten Paläste des Landes (um
380 v.Chr.)
Die Lankarama Dagoba (7) aus dem ersten Jahrhundert
v. Chr. wurde in den 80er Jahren aufwändig restauriert.
Isurumuniya Vihara (21), ein Felsentempel, ist nur
ein kleiner Teil eines riesigen Tempelkomplexes aus dem 3. Jahrhundert
v. Chr. Besonders sehenswert ist die Granitskulptur "Die Liebenden",
die den Prinzen Saliya mit seiner bürgerlichen Frau darstellen
soll.
Im Dalada Maligawa (9), dem "Tempel des Zahns"
wurde 313 n. Chr. die Zahnreliquie Buddhas aufbewahrt, bevor man sie
nach Kandy brachte.
Die "Doppelteiche" Kuttam Pokuna (6) gehören
zu den Meisterwerken singhalesischer Steinmetz- und Wasserbaukultur.
Vessagiri (20), eine Felswohnung aus dem 3. Jahrhundert
v. Chr., bietet einen eindrucksvollen Blick über Anuradhapura
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Die Abhayagiri Dagoba (4)
Die Palastruinen von Ratna Prasada (3)
Das Grabmal von König Dutthagamini (1)
Die Ruinen des Mahasena-Palastes (2)
Der Samadhi-Buddha (5)
Die Mirisavatti Dagoba (16)
Die königlichen Gärten (22)
Die Ruinenfelder von Gedige (8) und Nakha Vihara (10)
Nuwara Wewa (23)