Sri Lanka - Die Ruinenstadt Polonnaruva
Der massive Thuparama (15) wurde ebenfalls im 12.
Jahrhundert errichtet. Von dem Tempel, dessen Fasade unverkennbar hinduistische
Einflüsse zeigt, ist neben einigen Grundmauern noch ein gewölbeartiges
Dach erhalten.
Der Wata Daga (20) ist einer der schönsten und
besterhaltenen Sri Lankas. Noch heute ist der von König Parakrama
Bahu erbaute Rundtempel, der zugleich auch ein religiöser Reliquienschrein
ist, Ziel zahlreicher buddhistischer Pilger. Seine malerische Fassade
zieren zahlreiche Skulpturen und Reliefs. Die vier Aufgänge zur
Dagoba (Dagoba: buddhistischer Tempel) sind ebenfalls mit zahlreichen
Wächterfiguren und Mondsteinen geschmückt. Sie führen
zu vier prachtvollen Altaren, auf denen sich sitzende Buddhafiguren
befinden.
Hata Daga (14) und Ata Daga (13)
waren zeitweise Aufbewahrungsort für den "heiligen Zahn",
einer Zahnreliquie Buddhas.
Der Nissanka Latha Mandapaya Pavillon (12) wurde von
Nissanka Malla im 12. Jahrhundert erbaut. Der Pavillon, auch Blumenaltar
genannt, war Lesehalle des Königs und Ausstellungsraum des "heiligen
Zahns". Die sorgsam dekorierten Lotossäulen sind noch gut
erhalten.
Der Shiva Tempel (11)aus dem 11. Jahrhundert ist vermutlich
das älteste Gebäude in Polonnaruva. Hier wurden zahlreiche
Bronzefiguren gefunden, die im archäologischen Museum von Anuradhapura
zu besichtigen sind.
Gal Vihara (4), auch Uttarama genannt, ist ein beeindruckender
Felsentempel, von dem noch vier überdimensionale Buddhastatuen
erhalten sind. Die größte, der aus einer Granitwand geschlagenen
Figuren ist mit 14 m Länge die des "liegenden Buddha".
Sie stellt den Buddha bei seinem Eintritt ins Nirwana dar. Die an seinem
Kopfende errichtete, 7 m hohe Statue stellt aller Wahrscheinlichkeit
nach Buddhas Lieblingsschüler Ananda dar, der um seinen Lehrmeister
trauert. Der Felsentempel ist die bedeutenste Sehenswürdigkeit
in Polonnaruva und Zeugnis der buddhistischen Baukultur auf Sri Lanka.
Weiter Sehenswürdigkeiten:
Galpotha, das "Steinerne Buch" (9)
Satmahal Prasada (10), die Ruinen des 7stöckigen
Turmes weisen kambodschanische Stilelemente auf.
Pabulu Vihara (Korallenschrein (8))
Rankoth Vihara (7) ist mit einem Umfang von 180 m
die größte Tempelanlage der Stadt.
Lankatilaka (6), eine Tempelanlage aus dem 12. Jahrhundert
Die Kiri Dagoba (5) wird wegen ihrer weißen
Fasade auch "Milch-Dagoba" genannt.
Demala Maha Seya (3) ist eine von tamilischen Kriegsgefangenen
erbaute Dagoba.
Das Lotosbad (2) zählt zu den schönsten
seiner Art.
Der Tivanka-Tempel (1) ist berühmt für
seine Wandfresken mit Darstellungen aus dem Leben Buddhas.
Der Steinkoloss (21) stellt vermutlich König
Parakrama Bahu dar.
Vom ehemaligen Kloster Potgul Vihara (22) sind noch
kunstvolle Dekorationen und die Reste eines gewölbten Daches
übrig.