Eine Maschine der schweizerischen Chartergesellschaft Belair musste am Sonntag kurz nach dem Start zu ihrem Abflughafen Antalya zurückkehren. Grund war ein Vogel, der in eines der Triebwerke der Boeing 757-200 geflogen war. Der Flieger war am Mittag von Antalya aus gestartet und sollte gegen 15:00 (MEZ) seinen Heimatflughafen Zürich erreichen.
Die Sprecherin der Fluggesellschaft Air Berlin Yasmin Born gab in einer ersten Stellungnahme bekannt, dass bei dem Vorfall alle 206 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder unverletzt blieben. Wie Born betonte, habe es sich nicht um eine Notlandung gehandelt. Das Flugzeug werde jedoch noch zur technischen Überprüfung in Antalya bleiben. Den Passagieren werde eine Ersatzmaschine bereitgestellt.
Die Belair kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits 1925 wurde die Gesellschaft von dem Schweizer Balz Zimmermann, damals noch unter dem Namen Basler Luftverkehrs AG, gegründet. Seit 2007 ist Air Berlin mit 49% an der Schweizer Fluggesellschaft beteiligt. Die sechs Flieger (drei Boeing und drei Airbus) wurden im Stile der Muttergesellschaft umlackiert.
In der Regel stellt ein Vogelschlag (in der Fachsprache als Foreign Object Damage bezeichnet) keine nennenswerte Gefahr für die Sicherheit der Passagiere dar, obgleich der Luftfahrt dadurch jährlich ein Schaden in Milliardenhöhe entsteht. Moderne Triebwerke müssen eine Resistenz gegen Vogelschläge aufweisen. Auch die Piloten werden für Notfallsituationen speziell geschult. Spektakuläres Aufsehen erregte im Januar ein Airbus, dessen beide Triebwerke nach einem Vogelschlag ausgefallen waren. Der Pilot konnte die Maschine auf dem Hudson River notwassern und sämtliche Passagiere und Besatzungsmitglieder retten.


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