Sehenswürdigkeiten in Termessos |
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Einführung und
geschichtlicher Überblick
Sehenswürdigkeiten in Termessos
Satellitenbild von
Termessos
Fotoarchiv Termessos
Wer die Sehenswürdigkeiten des antiken Termessos
gründliche besichtigen will, sollte nebst Ausdauer auch festes Schuhwerk
mitbringen. Gerade im Frühjahr empfiehlt es sich auch, den Wetterbericht
zu beachten, da plötzlich und unerwartet auftretende Regengüsse die
Besichtigung schnell zu einer gefährlichen Rutschpartie verwandeln können.
Es wird auch empfohlen ausreichen Trinkwasser mitzunehmen. Vom oberen
Parkplatz aus führt ein steiler Anstieg etwas 20 Minuten zu den Hauptruinen
der Stadt. Der Anstieg mag zwar erschwerlich sein, hat aber den Vorteil,
dass die Ruinenstätte auch zur Hochsaison nicht überlaufen ist. Auf
die Idee, eine Seilbahn zu errichten, ist gottlob noch niemand gekommen.
Viele Einheimische nutzen das Gelände rund um den oberen Parkplatz für
ein Picknick in der erfrischenden Umgebung.
Bereits am Parkplatz stoßen wir auf einige Überreste der Stadt. Von
dem einstigen Hadrianstempel ist nur noch das vier Meter hohe und zwei
Meter breite Hadrianstor übrig. In unmittelbarer Umgebung
des Tors stolpert man über ein Durcheinander an Überresten des Tempels.
Unsere Besichtigung beginnen wir über die Königsstraße.
Sie beginnt auf der dem Hadrianstor entgegelegenen Seite und ist mit
"Giriş Yolu" ausgeschildert.
Über die Königsstraße, die bereits König Attalos II.
von Pergamon (159-138 v.Chr.) entlangritt, gelangen wir an den spärlichen
Überresten des antiken Stadttors vorbei zum Gymnasium.
Dieses entstand in der zweiten Hälfte des 2.Jh.v.Chr. und ist 91 Meter
lang, jedoch nur 14.5 Meter breit. Die Hanglage ließ eine breitere Bauweise
nicht zu. In römischer Zeit entstand am östlichen Ende noch ein römisches
Bad. Nach Besichtigung des Gymnasiums empiehlt es sich, den Weg zurück
zur Königsstraße einzuschlagen. Die Variante am Gymnasium vorbei und
richtung Theater bietet zwar einen sagenhaften Ausblick, erfordert jedoch
einiges an Geschick und könnte für Unerfahrene durchaus gefährlich sein.
Über die Kollonadenstraße gelangen wir zu den Ruinen
der Stoa des Osbaros. Osbaros war im 1.Jh.n.Chr. ein
Stadtoberhaupt Termessos'. An den Seiten der Kollonadenstraße standen
einst insgesamt 47 Säulen und zahlreiche Statuen, einige sind im Museum
von Antalya zu besichtigen. Der Weg führt uns weiter zum Theater.
Das Theater von Termessos ist ein weiteres Zeugnis
für die meisterhaften Fähigkeiten der Architekten. Auf engsten Raum
gebaut, ist es mit einem Radius von 33 Metern vergleichsweise klein.
Rund 3.400 Zuschauer fanden in der Antike Platz in dem Theater. Von
den oberen Sitzreihen genießt man einen atemberaubenden Ausblick bis
nach Antalya. Der Zuschauerraum ist etwas mehr als halbkreisförmig,
was auf eine Entstehung in hellenistischer Zeit deutet. Teile des Bühnenhauses
sind noch gut erhalten. In römischer Zeit war das Theater auch Schauplatz
blutiger Tier- und Gladiatorenkämpfe.
In der näheren Umgebung des Theaters stoßen wir auf die beiden Artemistempel.
Von dem größeren der beiden ist nicht viel mehr als Geröll und Trümmer
übrig. Von dem kleineren Tempel, gestiftet von der Mezänin Aurelia Amasta,
sind noch beeindruckende Wände und die Überreste einiger Tore erhalten.
Weiter führt uns der Weg ins "Zentrum" der Stadt. Nur schwer
kann man sich heute vorstellen, dass hier einst der soziale Mittelpunkt
der Metropole war. Agora, Heroon und Zisterne sind
zwar noch gut zu erkennen, zählen aber sicherlich nicht zu den Höhepunkten
der Besichtigung.
Das Grab des Alketas wurde zum Teil leider auch in
jüngerer Zeit durch wie auch immer motivierte Vandalen weitgehend zerstört.
Gut zu erkennen ist noch ein Relief, das den General auf seinem Pferd
in siegreicher Pose darstellt. Auch ein Adler, der eine Schlange in
seinen Krallen trägt ist gut zu erkennen. Ein schmaler Pfad führt uns
am "lykischen" Grab vorbei und entlang der
Südnekropole zurück zu unserem Ausgagsgspunkt.