Die Ausgrabungen von Choirokoitia liegen im Süden Zyperns,
etwa 32 km südwestlich von Lárnaka, unweit der Autobahn
von Lárnaka nach Limassol.
Das im Jahre 1936 von Archäologen freigelegte Dorf, ist die grösste
jungsteinzeitliche Siedlung Zyperns und gehört zu den bedeutendsten
prähistorischen Ausgrabungsstätten im östlichen Mittelmeerraum.
Von den etwa 60 freigelegten Rundhütten (Tholoi), erwarten sich
die Archäologen Aufschluss über die Entwicklung der menschlichen
Gesellschaft in dieser Region. Die Ausgrabungsstätte von Choirokoitia,
die erst zu einem nahezu verschwindend geringen Teil erforscht wurde,
wird noch ganzen Generationen von Wissenschaftlern bedeutende Erkenntnisse
liefern.
Die aus Stein und Lehm errichtete neolitische Siedlung Choirokoitia
lag am Hang eines niedrigen Hügels, der auf drei Seiten von dem
Maroniou-Flüsschen umschlossen wird. Man geht davon aus, dass zu
den Blütezeiten hier etwa 1000 Menschen gelebt haben.
Woher die Steinzeitmenschen kamen, die sich vor gut 9000 Jahren in
Choirokoitia ansiedelten ist ungewiss. Sie ernährten sich vom Ackerbau
und der Jagd, züchteten Schweine, Ziegen und Schafe. Einige ihrer
Werkzeuge waren aus Obsidian, einem scharfkantigen Lavastein, der auf
Zypern nicht vorkommt. Dies und weitere Funde lassen darauf schliessen,
dass die Bewohner Handelsbeziehungen nach Kleinasien hielten.
Die Hütten hatten einen Durchmesser von bis zu 10 m und eine Mauerstärke
von bis zu 3 m. Am Eingang zur Ausgrabungsstätte wurden vier dieser
Hütten rekonstruiert. Diese Nachbauten gelten jedoch, genauso wie
eine weitere, die nebst anderen Funden aus Choirokoitia im archäologischen
Museum1 in Lárnaka zu besichtigen
sind, bei den Archäologen als hoch umstritten. Weitere Rätsel
werfen die Skelette auf, von denen viele mit schweren Steinen beschwert,
innerhalb der Hütten ausgegraben wurden. Einige Wissenschaftler
vermuten, dass die Dorfbewohner Angst vor einem Erwachen der Toten hatten.
Auch über eine breite Mauer, die das Dorf in zwei Hälften
teilt, gibt es unterschiedliche Theorien: wärend manche Wissenschaftler
glauben sie entstand zum Schutz gegen feindliche Eindringlinge zu einem
Zeitpunkt, als die Siedlung noch kleiner war, glauben andere dies sei
nichts anderes als ein ganz normaler Dorfweg.
Zu erreichen sind die Ausgrabungsstätten von Choirokoitia bequem
mit dem Bus von Lárnaka (Autobahnausfahrt Choirokoitia, von dort
ca. 15 Minuten zu Fuß).
Öffnungszeiten: täglich 9-17 Uhr, im Sommer 9-19.30; Eintritt
75 Cents.
1Archäologisches Bezirksmuseum
Lárnaka, Odos Kimonos Mo-Sa 9-17 Uhr, So 9-13 Uhr; Eintritt 75
Cents.